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Titelseite des Heftes 11/2017

Liebe Leserinnen und Leser,

Stalleinbrüche sind in letzter Zeit ein heiß diskutiertes Thema. Diese bieten ein starkes „Outcry-Potenzial“ und sind somit für selbst ernannte Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen ein attraktives Werkzeug. Bei diesen Aktionen werden zumeist Undercover-Videos gedreht. Für Achim Spiller und Maureen Schulze von der Universität Göttingen verdeutlicht dies nicht zuletzt die große Diskrepanz und „Sprachlosigkeit“ zwischen Landwirten und Verbrauchern. Obwohl vielfach illegal, sähen die meisten Bürger das Instrument als legitim an.  Es gäbe zahlreiche negative Nebeneffekte von Undercover-Videos, wie Abschottung oder die Blockade des Diskurses. Studien zeigen, dass eine Verschärfung der Gesetze gegen Stalleinbrüche nach US-Vorbild „nach hinten los“ ginge. Die Autoren sind der Meinung, dass man dafür Sorge tragen müsse, dass Undercover-Videos überflüssig werden, in dem Tierwohlbemühungen umgesetzt und die Sorge der Landwirte um das Tier glaubwürdig kommuniziert werden.

Mit den rechtlichen Dimensionen dieser Thematik beschäftigt sich der Hauptbeitrag des vorliegenden Heftes. Die Autorin beleuchtet dabei straf- und zivilrechtliche Aspekte.

Unser zweiter Beitrag beleuchtet die delikate Frage der Beschlussfähigkeit des Deutschen Bundestages bei nahezu leerem Plenarsaal.

Ich wünsche Ihnen eine erkenntnisreiche Lektüre.

Dr. Marcel Gerds,
Chefredakteur

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